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Spiel mit mir!

Einen Großteil der Kindheit verbringt man damit, zu spielen. Mit Puppenstuben, Bauklötzen oder Kaufläden. Das dient wohl irgendwie der Entwicklung. Man erfährt seine Grenzen, erlernt rollenspezifische Verhaltensmuster und entwickelt Sozialkompetenzen. Durch Spiele lernen Kinder, ihre Sinne zu benutzen, Dinge zu zerlegen oder zu konstruieren, ihr Wissen einzusetzen, um Strategien zu entwickeln und natürlich auch Regeln. Allerdings können Spiele laut Freud auch dabei helfen, schwierige Themen zu bewältigen. Und zu guter Letzt dienen sie auch ganz einfach der Entspannung. Irgendwann wird man allerdings erwachsen und sollte andere Bewältigungsstrategien erlernt haben. Weil man weder Stress, noch Rollenkonflikte oder andere Probleme einfach wegspielen kann. Und weil man eines Tages reif genug ist, darüber zu reden. Man spielt sich durch seine gesamte  Kindheit und Jugendzeit, da sollte man doch meinen, dass man im Erwachsenenalter genug davon hat. Aber leider geht es da erst so richtig los. Und für diese Spielereien gibt es noch nicht einmal klar definierte Regeln.

Wann sollte man einen Kerl, für den man sich interessiert, zurückrufen? Nach zwei Tagen? Oder vier? Es soll auf jeden Fall nicht so wirken, als hätte man es nötig! Man sollte nicht so leicht zu haben sein, Männer wollen jagen. Wenn man allerdings zu schwer zu haben ist, verlieren sie die Lust. Dasselbe gilt für Dates. Wer überpünktlich erscheint, wirkt anbiedernd. Ein bisschen zu spät zu kommen, erhöht den Reiz. Aber woher weiß man denn, wann die Grenze zwischen „Reiz erhöhen“ und „unhöflich“ erreicht ist? Und überhaupt sollte man als Frau die richtige Mischung aus Stärke und Zerbrechlichkeit, Intelligenz und Dummheit, Seriosität und Geilheit verkörpern. Da wäre zum Beispiel der Schlampenfaktor: kleidet man sich seriös, interessiert sich kein Schwein für einen. Die "inneren Werte" sollten hübsch verpackt aus der Bluse hüpfen. Ein bisschen Schlampe ist geil. Ein Knopf zu viel geöffnet wirkt dann aber wieder zu billig und wer seine "Argumente" zu offensichtlich in die Auslagen packt, den will am Ende auch niemand. Die Erwartungen, die Männer an Frauen haben, widersprechen sich total. Einerseits wünscht Mann sich, dass ein intelligentes Gespräch mit ihr möglich ist aber wenn die Frau tatsächlich etwas auf dem Kasten hat, ist es auch wieder nicht recht. Ein bisschen Dummheit ist also ok. Aber andererseits möchte er aber auch kein Blödchen an seiner Seite. Männer möchten auch nicht ständig damit belästigt werden, Nägel in die Wand hauen zu müssen oder Reifen zu wechseln. Wenn Frauen das selbst können wäre schön. Aber wehe sie ist eigenständig und stark! Das starke Geschlecht sind ja schließlich immer noch die Männer! Mit einem hilflosen, zerbrechlichen Püppchen am Arm, das permanent von ihnen gerettet werden muss fühlen sie sich wohl – so lange die olle Schrippe sie nicht ständig mit Klempnerarbeiten im Haushalt belämmert und ihre bekackten Einkaufstüten selbst trägt. Anders herum ist es aber auch nicht einfacher. Männer sollen sensibel sein – aber um Gottes Willen keine Warmduscher und Weicheier! Sie sollen gepflegt sein und ansprechend riechen – aber wehe, sie brauchen im Bad länger als die Frau! Da wird aus metrosexuell rasch schwuttig. Und sie sollen stark und männlich sein – aber ja nicht zu viel Testosteron versprühen. Ich frage mich, wie man es dem anderen da jemals recht machen soll?!

Es ist schon kompliziert genug, all diesen widersprüchlichen Anforderungen irgendwie gerecht zu werden und die irrwitzigen zwischenmenschlichen Verhaltensregeln auf die Reihe zu kriegen, da bräuchte es bestimmt nicht auch noch diese dämlichen Spielchen. Kann man denn nicht einfach sagen, was man denkt? Das man den anderen mag oder das man keinen weiteren Kontakt wünscht? Das würde es so viel einfacher machen… Statt dessen tänzelt man ewig umeinander herum, wägt jeden Schritt mit Bedacht ab und bedient sich alberner Gesellschaftsregeln. Wenn er sich drei Tage Zeit gelassen hat, zu reagieren, dann muss ich ihn mindestens genauso lange warten lassen. Besser noch ein, zwei Tage länger. Nicht, dass er noch denkt, ich wär scharf auf den Typen! Ja, um Himmels Willen, was wäre denn so schlimm dabei, wenn er merkt, dass ich scharf auf ihn bin?! Nichts. Vorausgesetzt er ist auch scharf auf mich. Andernfalls wäre es endlos peinlich. Vermutlich rührt dieser Eiertanz einfach von der Furcht her, verletzt zu werden. Wenn man die Karten zu früh offen auf den Tisch legt, macht man sich angreifbar, verletzlich. Es gibt wohl kaum ein Gefühl, das so schmerzhaft ist, als das, einen Korb zu kassieren. Die Zurückweisung von jemandem, für den man etwas empfindet, tut ganz einfach weh. Und hinterher würde man am liebsten im Erdboden versinken. Statt das der Mut, den eine ehrliche Offenbarung seiner Gefühle voraussetzt, respektiert und geschätzt wird, wird man meist ausgelacht oder zumindest belächelt. Da ist es eigentlich kein Wunder, dass man beginnt, mit dem anderen zu spielen, ihn warten zu lassen und Nachrichten zu dechiffrieren. Allein das Dechiffrieren von Gesagtem und Geschriebenem treibt einen über kurz oder lang in den Wahnsinn! Man kann doch nicht ständig jedes einzelne Wort so lange analysieren, bis man sich eine brauchbare Bedeutung zusammengereimt hat – die man dann ohnehin selbst wieder in Frage stellt und verwirft! Letzten Endes weiß man ja doch nicht, woran man ist. Und man steht sich damit permanent selbst im Weg. Man analysiert sich zum Affen und wägt jedes Wort, das man darauf erwidert, genau ab, was die Folge hat, dass man sich eine Antwort zusammenkrampft, statt einfach nur ehrlich und locker darauf zu reagieren. Und dann geht die Warterei los, die einen nicht minder bekloppt macht. Bei jedem dämlichen Pieps und Klingeling seines Handys zuckt man unwillkürlich zusammen. Könnte ja eine Antwort von ihm sein. Man fürchtet sich davor, was man vielleicht lesen wird und hofft gleichzeitig, dass es eine Nachricht von ihm sein möge. Das Herz setzt kurz einen Schlag aus und man macht sich innerlich auf sämtliche Horrorszenarien, die man sich auszumalen in der Lage ist, gefasst. Ist sie es nicht, ist man enttäuscht und mit jedem Tag, den es länger dauert, schwindet die Hoffnung. Und Smartphones sind in diesem Zusammenhang echt ein Fluch. Weil man ja sieht, ob er die letzte Nachricht gelesen hat oder nicht. Und falls ja, schwirren einem immer wieder dieselben nervenaufreibenden Fragen durch den Kopf. Hab ich seine Worte richtig gedeutet? Wollte er weiteren Kontakt? Was hatten seine dämlichen Grinse-Smileys zu bedeuten? Hab ich mich zu weit aus dem Fenster gelehnt? Hätte ich anders reagieren müssen? War die Wortwahl falsch? Besteht überhaupt ein gewisses Grundinteresse oder war er nur höflich? Wieso antwortet er nicht? Hab ich ihm mit dem, was ich geschrieben habe, vor den Kopf gestoßen? Hält er mich aufgrund meiner Formulierungen für ´ne blöde Sumpfkuh? Hab ich falsch interpretiert und er hat einfach keinen Bock mehr auf Konversation? Oder sitzt der auch daheim vor seinem Smartphone, dechiffriert, analysiert, interpretiert und bastelt verzweifelt an der perfekt komponierten Antwort?

Oder…

Oder er hält sich einfach nur an die irrwitzigen Regeln des gängigen Gesellschaftsspielchens "warte ich auf dich, wartest du auf mich" und  gemäß der Formel Zeit, die man warten musste + x im Verhältnis unnahbar :  anbiedernd = 2 : 1 höre ich frühestens in 7 Tagen von ihm?

 

Es wäre wirklich so viel einfacher, diese kindischen Spielereien nur noch auf die Rollenspiele beim Psychiater zu reduzieren. Wo wir vermutlich früher oder später alle landen werden.

Dating ist ein verdammt hartes Geschäft!

 

~edm~

 

14.3.13 08:57


Ganz schön doof.

Ja, hallo, mich gibt´s tatsächlich auch noch.  *wink*

Nachdem mich ein fieser Virus einige Tage außer Gefecht gesetzt hat und ich nichts Besseres tun konnte als auf Gemüsemodus geschaltet auf dem Sofa herumzuliegen und das reichhaltige Fernsehprogramm, das einem tagsüber so geboten wird, zu konsumieren, stellte sich mir nach einigen Stunden Assi-TV schließlich folgende Frage:

Was ist mit uns Frauen eigentlich los?

Offensichtlich muss Frau sich bei Zeiten entscheiden, ob sie all die ihr verfügbaren Energien in das Modellieren ihres Aussehens steckt oder vielleicht doch lieber ein bisschen Zeit in ihre Bildung investiert. Beides zusammen scheint nicht miteinander vereinbar zu sein und allem Anschein nach liegt das erklärte Lebensziel so mancher Dame ausschließlich im Bereich größtmöglicher Schönheit – auch wenn dabei nichts weiter übrig bleibt als ein Kopf, der lediglich zum Frisieren taugt.

Die Ergebnisse dieses jahrelangen Strebens nach Perfektion flimmern dann täglich über den Bildschirm. Als wäre es für die normale, handelsübliche Frau mit all ihren realen und eingebildeten Problemzönchen nicht schon schwierig genug, dem üblichen Idealbild hinterherzuhetzen.  Da liegt man also mit einer Tasse Tee und Keksen röchelnd auf dem Sofa, stirbt so vor sich hin und es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als den dämlichen und selbstverliebten Statements diverser Misswahl-Schönheiten, It-Girls und Z-Promis zu lauschen. Natürlich könnte man auch einfach umschalten aber zu meinem Verdruss stöckeln sich diese geistig umnachteten Schnepfen durch sämtliche Sender. Und so bleibt einem letztlich nur die Wahl zwischen strunzdoof und narzisstisch.

Will heißen: auf dem einen Sender grinste die Miss Hintertupfingen in die Kamera, glänzte mit ihrem grammatikalischen Scharfsinn und antwortete auf die Frage des Moderators, ob sie denn auch eine Problemzone habe „Nein, ich mag eigentlich alles an mich. Ich finde mir sehr schön!“, während bei der Konkurrenz eine junge Dame, von Beruf Partygast *augenroll*, verlauten ließ, dass sie so perfekt gebaut sei, dass sie einfach immer und überall in Größe 34 passt. Klar. Wer´s glaubt...

Also, zu dieser Intelligenzbestie aus dem ersten Beitrag möchte ich eigentlich nichts sagen. Nicht, dass mir da nicht die eine oder andere zotige Bemerkung dazu einfallen würde, nein, das Mädel tut mir einfach nur leid. Entweder hat sie die ohnehin schon kümmerlichen Hirnzellen durch Dauerdiäten knallhart ausgehungert oder ihr blieb aufgrund der offensichtlich eher dürftigen kognitiven Fähigkeiten beruflich schlichtweg nichts anderes übrig. Irgendwie traurig.

Allerdings komme ich nicht umhin, mich zu dieser an Selbstüberschätzung leidender Modepüppi zu äußern. Erstens sollte jemand, der ´ne Fresse wie ne Mondlandschaft hat das Maul nicht soweit aufreißen. Zweitens ist es keine Schande, wenn es für die 34 nicht reicht – es zu behaupten, obwohl jeder sieht, dass da wohl eher von Größe 38 die Rede ist, ist schlichtweg peinlich. Und drittens muss man sich Arroganz und Überheblichkeit auch leisten können und meiner Meinung nach ist es keine besondere Leistung, ein Designertäschchen durch die Gegend schwenken zu können.

Ich will damit nicht sagen, dass alle gut aussehenden Frauen für´n Arsch sind, nur weil ich nicht ganz so perfekt bin wie die. Nein, darum geht es nicht. Aus mir spricht weder die Frustration noch die Eifersucht. Ich denke nur ganz einfach, dass es wichtiger wäre, sich über seine Bildung Gedanken zu machen, als darüber, ob der Hintern zu fett ist. Vor allen Dingen, wenn man auf die eine oder andere Art in der Öffentlichkeit steht. Und wenn man das Ganze mal etwas kritischer betrachtet…  Schönheit allein ist doch keine Leistung. Ja, natürlich, nicht jeder ist von Natur aus perfekt schön, da kann es ganz schön heftig in Arbeit ausarten, den Körper zu formen . Jeder, der schon mal erfolgreich ein paar Pfund abgenommen hat, dürfte wissen, was ich meine. Rechtfertigt das allein aber so eine Belobhudelung? Man kann darauf neidisch sein, ja. Oder die Person von mir aus auch bewundern. Aber auf die Figur zu achten, sich fit zu halten, zu stylen, zu schminken, aufzutuffeln und schließlich medienwirksam zu posen ist doch an und für sich nichts, wofür man applaudieren müsste. Mir hat jedenfalls noch keiner applaudiert, nur weil ich mir morgens die Haare gewaschen habe…

Überhaupt… Was ist da wohl die größere Leistung? Gut auszusehen, wenn man täglich 12h Schönheitsschlaf halten kann, einen Personal Trainer sowie  einen Stylisten hat und sich den ganzen lieben langen Tag um nichts anderes kümmern muss als um sein Aussehen? Oder vielleicht doch eher die Tatsache, dass es die Normalo-Frau von nebenan  irgendwie schafft, zwischen Haushalt, Beruf und vollgekackter Windeln trotzdem ansprechend auszusehen – ohne all diese Hilfsmittel?

Und trotzdem lassen wir Frauen uns von so etwas einschüchtern und das übertriebene Bild von dem, was als schön erachtet wird, einimpfen. Schönheit ist doch verdammt noch mal nicht alles.

Ist es in dieser oberflächlichen Welt tatsächlich so viel wichtiger, was man auf dem Kopf trägt als dass, was drin ist?!

 

~edm~

3.3.13 02:37


In eigener Sache...

Natürlich ist es wünschenswert, wenn man jeden Tag etwas Neues zu lesen hat. Und wenn es nur drei Zeilen sind.

Aber manchmal hält einen das alltägliche, reale Leben leider so gefangen, das man zwar Unmengen Ideen aber leider keine Zeit, sie zu verwirklichen hat.

Der geneigte Leser wundert sich dann vielleicht, wenn es hier mal ein wenig ruhiger zugeht aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. ^^

 

~edm~

16.2.13 19:02


Gefühlsduselei erlaubt?

Es gibt drei bisher ungeklärte Fragen bzgl. Männer, die es zu klären gilt:

1.)    1.) Wieso ragen Boxershorts grundsätzlich immer über den Hosenbund?

2.)    2.) Warum geht es bei Kerlen nie ums Prinzip aber immer um die Sache?

und

3.)    3.) Sind Männer genauso irrational und emotionslastig wie Frauen?

 

Von Frauen ist es ja allgemein bekannt, das sie die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen empfinden, ausleben und meist auch verbalisieren. Wut, Trauer, Angst, Freude, Liebe und Hass. Und all die vielen Töne dazwischen. Insbesondere, wenn es dabei um Männer geht. Frauen verlieben sich Hals über Kopf, verzehren sich nach jemandem, der nicht zu haben ist, trauern Verflossenen hinterher oder hassen den, der ihnen wehgetan hat. Sie schreien, lachen, weinen, kurz um, sie lieben und leiden in vollen Zügen. Und werden von anderen, meist männlichen Mitmenschen, gerne als „irrational“ und „affektgesteuert“ bezeichnet. Männer hingegen scheinen über all dem erhaben zu sein. Sie bleiben cool, wenn sie Gefühle für jemanden haben, sie leiden still, sollten diese nicht erwidert werden und haben es insgesamt auch gar nicht nötig, ihr Gefühlsleben weiter zu analysieren. Zumindest scheint es so. Oder es wird so von ihnen erwartet. Oder wie erklärt man sich sonst die durchaus gefühlvollen, herzzerreißenden und tiefsinnigen Songtexte so manchen männlichen Sängers?

Lieder, die vom Verliebtsein handeln, vom Scheitern einer Beziehung, von unerfüllter Liebe, nicht erwiderten Gefühlen,  Angst, den anderen zu verlieren, vom Bereuen begangener Fehler oder dem Vermissen einer geliebten Person – kurz gesagt von alldem, was zwischen Männern und Frauen an Emotionen möglich ist.

Ist das alles nur eine geschickt ausgeklügelte Marketing-Strategie? Weil Frauen gefühlsduselig sind, trällern heiße Sahneschnittchen gefühlsduselige Liedchen? Weil sich der Scheiß ganz einfach gut verkaufen lässt? Weil weibliche Fans die Kasse klingeln lassen und dementsprechend befriedigt werden müssen?

Oder haben auch Männer Schmetterlinge im Bauch? Oder  Liebeskummer? Können Männer genauso „gefühlsduselig“ sein wie wir Frauen? Empfindsam, unsicher, sensibel, verletzlich - und irrational?

Wenn ja…

… wieso hängen die Deppen denn ausgerechnet immer dann den obercoolen Supermacho raus, wenn es gerade drauf ankäme, Gefühle zu zeigen?

 

~edm~

16.2.13 18:56


Ist das Leben ein Arschloch?

Immer, wenn man denkt, das es komplizierter eigentlich gar nicht werden kann, kommt es irgendwie noch dicker.

Da wäre zum Beispiel ein Geheimnis, das man um jeden Preis bewaren muss, auch wenn man daran zerbricht.

Oder die Tatsache, das man erkennt, das die letzte miese Beziehung und ihr unrühmliches Ende mehr kaputt gemacht hat, als man dachte. Das man immer noch etwas für den Idioten fühlt, ihn nicht vergessen kann und zwischen Sehnsucht und brennendem Hass hin und her gerissen ist. Das all die Gefühle, die, einmal an der Oberfläche angelangt, fürchterliche Schmerzen verursachen können, nur verdrängt aber nie richtig verarbeitet wurden und jetzt mit aller Wucht zurückprallen.

Aber auch der Umstand, das man einsehen muss, dass man eine vermutlich einmalige Chance verpatzt hat, sich nicht ins rechte Licht rücken konnte und den Mut, den man dazu aufbringen musste, nichts weiter als vergebene Liebesmüh war. Das man mit seinen wirren Gefühlen alleine zurecht kommen muss und nichts davon erreicht hat, was man sich erhofft hat.

Ganz abgesehen von der Unsicherheit, die einen lähmt. Die Furcht davor, zu versagen, den Anforderungen nicht gewachsen zu sei, die einen nur noch mehr verunsichert. Die Angst vor den eigenen Leichen im Keller, die einen immer wieder einholt und einem sämtliche Hoffnung und Kraft zu leben rauben kann. All die Enttäuschungen und Verletzungen, die einen eigentlich stärker machen sollten aber letzten Endes nur eine geschundene Seele zurücklassen. Die es einem schwer machen, anderen Menschen oder auch nur sich selbst zu vertrauen. Dieses ganze "sich nicht schön fühlen", was es nahezu unmöglich macht, sich aufzuraffen und so zu tun, als wäre man selbstbewusst.

Und eigentlich hat man schon genug damit zu tun, sich mit all diesen kleinen und größeren Widrigkeiten herumschlagen zu müssen. Geheimnisse zu bewahren, Gefühle auszuhalten und sich selbst gut zuzureden, auch wenn niemand, am wenigsten man selbst, an einen glaubt.

Und dann passiert etwas, was einem gänzlich den Boden unter den Füssen wegzieht.

Etwas, das so schlimm und beängstigend ist, das man nicht darüber reden kann weil man sich davor fürchtet, das aussprechen zu müssen, was einem Angst macht. Weil es dann real wird und man sich damit auseinander setzen muss. Weil es furchterregend ist und ein noch größeres Gefühlschaos hinterlässt als man ohnehin schon hauseigen fabriziert hat.

Es ist verdammt schwierig, jeden beschissenen Tag stark zu sein.

Es ist schwer genug, für sich selbst stark sein zu müssen. Und noch viel schwerer ist es, für andere stark zu sein...

 

~edm~

12.2.13 16:12


Und jetzt...?

So.

Ich habe es getan. 

Und jetzt?

 

UND JETZT?!

 

Ich habe weder gewonnen, noch verloren. Ich hänge irgendwo dazwischen. In der Grauzone. Und stelle fest, das ich offensichtlich weder Männer noch Frauen verstehe.

 

Was lernen wir daraus?

Man treffe keine Entscheidungen, wenn man sich der Konsequenzen nicht 100%ig sicher ist.

Oder zumindest weiß, wie... oder was... oder... wer... oder wie dieser beschissene Satz zu Ende gehen soll!!!

 

~edm~

11.2.13 23:00


Soll ich...?

Das mit den Entscheidungen ist so eine Sache.

Es ist oft genug schwierig, sich für die richtige Seite zu entscheiden, auch wenn man weiß, was richtig wäre.

Es ist genauso kompliziert, sich für eine Seite zu entscheiden, wenn man weiß, das man, egal wofür man sich entscheidet, die Konsequenzen tragen muss.

Und solange es nur um einen selbst geht, lässt sich ja, allen Schwierigkeiten zum Trotz, doch irgendwie eine Entscheidung treffen, mit der man zufrieden ist oder mit der man zumindest leben kann.

Was aber, wenn man nicht weiß, was richtig ist? Oder, wenn das Falsche zu tun, sich einfach richtig anfühlt?

Was, wenn es nicht nur um einen selbst geht und die Konsequenzen, die daraus resultieren, von anderen Menschen mitgetragen werden müssen?

Und was, wenn man verdammt noch mal nicht weiß, was man tun soll?! Wenn man nicht den geringsten Hauch einer Ahnung hat, was passieren wird, wenn man die Konsequenzen nicht abschätzen kann und wenn man nicht mehr weiß, was um Himmels Willen richtig ist oder falsch?!

Soll ich...?

Im besten Fall gewinne ich. Im schlimmsten Fall verliere ich.

Ich kann nur verlieren oder gewinnen. Ein "dazwischen" gibt es nicht. 

Ich kann es wagen und dabei gewinnen. Irgendwas.Aber wie realistisch ist das?

Ich kann aufs ganze Gehen und dabei verlieren... Mehr verlieren, als ich vielleicht dabei gewonnen hätte. Und ich kann auf Nummer Sicher gehen und es lassen. Und trotzdem dabei verlieren.

Ich KANN nur verlieren... Oder?

Also...

Soll ich...?

 

"Wenn Du etwas haben willst, was Du noch nie gehabt hast, dann musst Du etwas tun, was Du noch nie getan hast."

 

Ich weiß erst, was passiert...

... wenn es passiert ist.

 

~edm~

 

11.2.13 20:05


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