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Faschingswahnsinn

So, ich wage es und bekenne mich öffentlich:

Ich  HASSE  Fasching!

Richtig, ich bin heut einfach mal ein bisschen negativ.

Ich höre regelrecht den Aufschrei, der durch die Reihen geht…

Das bedeutet aber nicht, dass ich jemand bin, der zum Lachen in den Keller geht, im Gegenteil. Ich lache den lieben langen Tag, reiße einen Witz nach dem anderen und habe eigentlich fast immer gute Laune. Gut, manchmal schiebe ich gute Laune und den einen oder anderen flotten Spruch auch nur vor, damit niemand merkt, wie mies es mir in diesem Moment tatsächlich geht aber wer macht das nicht ab und zu? Grundsätzlich bin ich die totale Spaßtüte und da sollte man doch meinen, dass ich die fünfte Jahreszeit besonders zu schätzen weiß. Nachdem ich sogar in den Fasching hinein geboren bin. Hellau!!! Vielleicht hat mich die alberne Karnevalsmütze, die die Hebamme mir damals auf den Kopf drapiert hat, schon so genervt, dass ich bis ans Ende aller Tage die Schnauze voll habe. Dem Gesichtsausdruck auf den Fotos im Babyalbum nach zu urteilen, könnte das wirklich so sein…

Aber eigentlich nervt mich daran die zwanghaft aufgesetzte Fröhlichkeit. So, Freunde, wir haben Rosenmontag, ich setz mir jetzt ne dämliche Kappe auf den Kopf und bin spaßig, was das Zeug hält! Und an Aschermittwoch rennen wieder alle mit langen Fressen durch die Gegend. Ja, wenn das nicht schizophren ist! Überhaupt… meistens reißen die spießigsten Leute, die das ganze Jahr über keinen Spaß verstehen und Dienstags die Unterhose von Freitags anzuziehen für unkonventionell und wild halten, über die Faschingstage die dämlichsten Witze. Solche, wie diesen hier:

Sitzen zwei Opas auf der Parkbank. Der eine kämpft mit seinem zähen Vesperbrot, verliert irgendwann die Geduld und wirft wütend erst das Brot in die Walachei und dann sein Gebiss hinterher mit den Worten: „Da, jetzt guck wie du damit alleine zurecht kommst!“ Aufgeschreckt wirft der andere Opa sein Glasauge hinterher und meint: „Na, das will ich sehen!“

Tätääh, tätääh, tätääh. Wolle mer se reilasse?!

Nee, wollen wir nicht. Diese Teilzeit-Spaßvögel mit unlustigen Witzen aus dem Mittelalter erträgt man nur mit reichlich Hochprozentigem und soviel zu saufen hab ich leider nicht im Haus.

Unds das schlimme ist, man kann sich dem bunten Treiben ja noch nicht mal entziehen!!! Überall hört und sieht mans!

Ich boykottiere ja schon seit Jahren was das Zeug hält. Ich habs schon mal geschafft, in meinem faschings-bekloppten Kollegenkreis als "Spaßbremse des Monats" ausgezeichnet zu werden. ^^

Überhaupt...

Was sich da auch alles als Humorist auf den Kappensitzungen der Republik verdingt… Das grenzt ja schon an Humor-Prostitution aus Verzweiflung.

Und wo wir grade beim Thema „Prostitution“ sind…

Wieso gibt es Faschingskostüme bloß noch in schlampig?! 

Das kann doch nur auf dem Mist von Männern gewachsen sein. Schlampige Männerkostüme gibt es nämlich nicht. Oder nur selten. Dafür aber umso mehr schlampige Kostümierungen für Frauen. Naja, manche bräuchten da sicher kein Kostüm dafür … Die gängigen sexuellen Lustobjekte wie die schlampige Politesse, die schlampige Krankenschwester oder die schlampige Nonne leuchten mir ja noch irgendwie ein aber was soll man von schlampigen Bärchen und Marienkäfern halten?! Das ist doch irgendwie total krank.

Wer hat uns Frauen eigentlich eingeredet, dass es nötig ist, sich als Schlampen-Käfer zu verkleiden?!

Ernsthaft, Leute, Fasching ist spaßig, da geht es nicht um gesellschaftliche Zwänge oder darum, perfekt aussehen zu müssen, da sollten sich Frauen verdammt noch mal genauso dämlich anziehen dürfen wie Männer – gerade, weil wir den Rest des Jahres immer peinlichst darauf achten müssen, perfekt zu sein…

 

~edm~

11.2.13 17:50


Wenn einem die Vergangenheit auf´s Maul haut...

... dann möchte man am liebsten Kotzen und ganz lange nicht mehr damit aufhören!!!

Ich kann nur leider nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte. Nicht, das ich das nicht schon versucht hätte...

Und aus Ermangelung einer anderen Möglichkeit - losziehen und jemanden dafür in den Arsch treten geht ja leider nicht - sitzt man da und implodiert.

Tja und mir hat gerade die Vergangenheit in Form der dämlichen Lebensabschnittsgefährtin meines Ex in die Fresse gehauen. Aber so richtig!

Da googelt man sich nichts böses ahnend durchs Fratzenbuch und landet prompt auf ihrem Profil. Für mich bräuchte die Kackbratze keines, sie müsste wegen mir noch nicht einmal exsistieren und am allerwenigsten möchte ich die ach so trauten Familienfotos sehen oder die fotografischen Beweise ihres traumhaften Liebesurlaubs im karibischen Paradies. Ich will nicht sehen, wie er verliebt an ihr klebt - nicht ahnend, das er für sie wohl nichs weiter ist als eine fette Geldbörse auf zwei Beinen, ein Loser, mit dem sie sich nicht sehen lassen würde, hätte er nicht Geld, Prestige und Ansehen... Und ich will erst recht nicht sehen, wie sie arrogant neben ihm rumpost und frech in die Kamera grinst, wissend das sie ihn für sich tanzen lassen kann, wie eine willenlose Marionette.

Ich persönlich halte sie für eine verlogene Schlampe, die ihn letzten Endes auch bloß verarschen wird. Noch dazu ist die so hell wie Dunkelbier, also doof wie Brot. Nein, eigentlich stimmt das nicht, Brot kann ja wenigstens schimmeln... DIE kann aber gar nix!!! Außer ihre Titten durch die Gegend zu schwingen. Und er... er scheint mir auch nicht sehr viel intelligenter zu sein. Wenn er sich so von ihr verändern lässt, das er sich selbst mittlerweile verloren hat und nur noch eine Rolle spielt, die sie ihm auf den Leib geschrieben hat. Die Maske, die er da trägt, passt ihm nicht... Und wenn sie wirklich etwas für ihn empfinden würde, dann würde sie das nicht von ihm verlangen... Aber gut, er scheint offenbar an akuter Penisüberfunktion zu leiden, anders kann ich mir das nicht erklären. Akute Penisüberfunktion geht laut Lehrbuch mit akuter Intelligenzminderung und Demenz einher, die allerdings rasch chronifiziert.

Im ersten Moment war ich erschrocken. Ihre blöde Fresse und sein treudoof verliebter Gesichtsausdruck zusammen unter Palmen... Das traf mich dann doch ein wenig unerwartet. Nach kurzem irritierten Zwinkern konnte ich aber gar nicht mehr wegschauen. Obwohl es weh tat. Weil all die Gefühle und Erinnerungen unvermutet wieder hochkamen, sich an die Oberfläche kämpften, wo ich sie doch so gut zugeschüttet und verdrängt hatte...

Und ja, solche Gefühlsflashs im Angesicht der verlorenen großen Liebe und der Peson, an die sie sie verloren haben, kennen auch Männer!!! Braucht mir gar nichts zu erzählen. Von wegen "gefühlsduselige Tante"! Hmpf.

Eigentlich dachte ich, ich hätte längst damit abgeschlossen. Weil man ja eh nichts mehr daran ändern kann. Aber wahrscheinlich lässt es die Art und Weise, wie das zwischen ihm und mir abgelaufen ist, gar nicht zu, jemals ordentlich damit abschließen zu können...

Damit meine ich auch gar nicht, das er sich für sie entschieden hat und nicht für mich. Nein. Ich bin auch nicht frustriert oder verbittert. Irgendwo gibt es jemanden, dem ich so viel wert bin, das er mir so etwas nicht antut, da bin ich mir ganz sicher. Jemand, der es zu schätzen weiß, das ich etwas für ihn empfinde, obwohl er vielleicht nicht perfekt ist, das ich ihn nicht zusammenkneten und in eine Form stopfen muss, damit er mir passt. Ob ich denjenigen jemals finden werde? Nun ja... da bin ich mir dann doch nicht so sicher... Aber darum geht es auch nicht! Es passiert nun mal, das man Menschen trifft, die einem viel bedeuten, die ein Stück des Weges mit einem gehen und eine Lebensphase mit einem teilen ohne den Weg bis ans Ende mitzugehen. Sie dürfen am Ende des gemeinsamen Wegs, an der Kreuzung zu Schlampenhausen, aber nicht auf einem herumtrampeln... Und genau das hat er.

Ich habe im vorherigen Beitrag von einer Frau geschrieben, die das mit ihrem Freund gemacht hat. Aber auch Männer können sich schlampig aufführen!

Um keinen Zweifel an seiner Schlampenhaftigkeit zu lassen, fasse ich seinen wenig eleganten Abgang kurz zusammen:

Als Student, über dem ständig der Pleitegeier kreiste, lernte ich ihn kennen. Wild, ungezähmt, Gitarrist einer Band, der seine blöde Klampfe, nennen wir sie mal "Justine" (ja, das Ding hatte einen Namen...) mehr liebte als alles andere sonst in seinem Leben, der als Musiker frei sein wollte, ungebunden, vernab aller Konventionen und Zwänge.  Der verbissen seinen Traum verfolgt hat, egal wie oft er dabei auf die Fresse gefallen ist. Das zwischen uns war immer ein bißchen kompliziert... allein schon durch die Distanz, die uns trennte. Und trotzdem fanden wir einen Weg. Naja, ich fand einen Weg. Er konnte sich ja das Ticket nicht leisten. Es war schön, so lange es dauerte, die gemeinsamen Erlebnisse kann uns niemand mehr nehmen und irgendwann werde ich an ihn denken können, ohne kotzen oder heulen zu wollen. Irgendwann war die Verbindung aber nicht mehr intensiv genug um über Zeit und Raum hinweg halten zu können... Schließlich lernte er dann die andere kennen und ich war ihm nicht weiter wichtig. Wir versuchten noch eine zeitlang zumindest befreundet zu sein - was aber in die Hose ging, weil es einfach in die Hose gehen musste. Man kann nicht mit dem Kerl befreundet sein, für den man immer noch mehr als nur Freundschaft empfindet... Nach einiger Zeit der Funkstille meldete er sich plötzlich wieder... Er wolle mich wieder sehen, mit mir reden, sagte er und ich glaubte ihm. Bis ich durch Zufall erfuhr, das er die andere mittlerweile geheiratet hatte. Was war ich denn dann für ihn?! Die Teilzeit-Affäre?! Wenn er nicht manns genug ist, sich für eine von uns zu entscheiden, dann kann ich ihm nicht helfen, mich gibt´s nur im Exclusiv-Vertrag!!! Und dann hatb er noch die Dreistigkeit, mir zu erzählen, das ich mich nicht so anzustellen brauche, an einem bißchen nebenher Rumgeficke ist ja nichts dabei. Arschloch!!!

Nicht nur, das er mich nach Strich und Faden verarscht und an der langen Hand hat verhungern lassen, ich hab ihn auch gar nicht mehr wiedererkannt. Wer war das?! Ein schmieriger Typ im Anzug, der hinten und vorne nicht passt, rundherum zu eng ist und an den Ärmeln zu lang. Genau so wie sein Leben, das ihm von seiner Tussi aufgedrängt wurde. Ein Eigenheim im Spießerviertel einer Kleinstadt. Auch das ist rundherum zu eng, teilweise zu lang und will ganz einfach nicht passen. Spießiger Beruf, spießige Klamotten, spießige Bude, ein Leben, das ihm ganz einfach nicht passt und keinen Platz lässt, nicht für seine Träume, nicht für seine Gitarre, nicht für sein Wesen. Aber da sitzt er nun und wollte es so haben. Mit Frau und Kind im Spießbürgertum. Und "Justine" liegt vermutlich auf dem Müll.

Als wäre das nicht schon genug erfährt man dann auch noch, das der bettelarme Student, den ich kannte, in Wahrheit Sprößling einer Unternehmer-Dynastie und von Beruf Sohn ist. Das er mir ein ganzes Leben zusammengesponnen, zurechtgebogen und vorgelogen hat!

Und ich blöde Kuh hab dem Arsch sein Essen bezahlt!!!!

Jemandem, der sich problemlos ein Restaurant kaufen könnte!!!!

 

Und jetzt glotzen mich diese beiden blöden Fressen aus einem noch blöderen Fratzenbuch-Profil heraus an und ich lasse zu, das sie mir damit weh tun.

 

Ich weiß gar nicht, was mich mehr verletzt. Das er mit mir eine Affäre angefangen hätte oder das er mir ein ganzes Leben vorgespielt hat...

Wie lange muss man einen Menschen kennen, um zu wissen, wer er wirklich ist?

 

~edm~

11.2.13 17:01


Schlampenalarm

Nehmen wir mal an, es gibt einen Mann und eine Frau, die seit einigen Jahren eine nach außen hin funktionierende Beziehung führen. Er heillos verknallt und regelrecht blind vor Liebe, sie eher promiskuitiv veranlagt und vermutlich irgendwie unbefriedigt. Nehmen wir des weiteren an, er erwischt sie in flagranti dabei, wie sie das Schlimmste tut, was man einem liebenden Menschen antun kann: sie landet mit einem anderen Kerl im Bett – und das nicht das erste Mal.

Es muss nicht extra erwähnt werden, das sich die beiden schließlich voneinander getrennt haben.

Natürlich wissen Außenstehende nicht, was zwischen den beiden letztlich tatsächlich vorgefallen ist. Letzten Endes tragen beide Beteiligten zum Gelingen oder Scheitern einer Beziehung bei und wer weiß, vielleicht hat sie ja tatsächlich Gründe, die ihr Handeln sogar rechtfertigen. Oder zumindest verständlich machen. Jemand anderem steht es eigentlich nicht zu, darüber zu urteilen. Und trotzdem bleibt das nicht aus…

Man ist geneigt, dem Gehörnten mitfühlend über den traurig hängenden Kopf zu streichen, während man ihr sämtliche Knochen im Leib verflucht.

Aber ist das fair?

Niemand sonst als die beiden selbst kann wirklich beurteilen, was richtig oder falsch ist. Vielleicht hat er sie vernachlässigt und nicht wahrhaben wollen, dass ihr etwas fehlt, bis sie sich das bei einer anderen Person gesucht hat. Vielleicht haben sie sich ganz einfach nach all den Jahren auseinander gelebt und aufgehört, miteinander zu sprechen, bis die Situation schließlich eskaliert ist. Vielleicht hat sie sich auch schlichtweg in jemand anderen verliebt und es ist einfach passiert, was passiert ist. Vielleicht hat er bis zuletzt um die Beziehung gekämpft oder längst gemerkt, das sie sich von ihm immer mehr entfernt und resigniert die Augen davor verschlossen. Es gibt so viele Möglichkeiten, was vorgefallen sein könnte, was zu dieser Katastrophe geführt haben könnte. Und niemand kann für sich ausschließen, dass einem das nicht auch irgendwann mal passiert, egal wie stark man an seinen Prinzipien festhält. Manchmal schlittert man einfach ungebremst in einen Haufen Scheiße und merkt erst, dass die Kacke am dampfen ist, wenn es schon zu spät ist – und man sich nicht mehr elegant hinausmanövrieren kann.

Und trotzdem…

Es ist eine Sache, das man sich auseinander lebt, die Liebesglut abkühlt oder man einen anderen Typen plötzlich irgendwie heißer findet.

Aber eine ganz andere Sache ist es, wie man damit umgeht.

Mag sein, dass ich ein gesteigertes Gerechtigkeitsempfinden habe und sie vielleicht ein wenig vorschnell verurteile aber meiner Meinung nach gibt es immer einen Weg, halbwegs erwachsen damit umzugehen. Indem man so fair ist, sich rechtzeitig von dem einen Kerl zu trennen, bevor man mit einem anderen Typ im Bett landet. Bevor man dem anderen unnötig wehtut – und eine Trennung unter „normalen“ Umständen ist schon schlimm genug. Es ist einfach nur egoistisch, respektlos, gemein,  herzlos und unfair seinen Freund auf diese Art fröhlich zu verarschen und sich hemmungslos durch sämtliche verfügbaren Betten zu wälzen. Schließlich gab es doch mal eine Zeit, in der man für den anderen etwas empfunden hat. Oder etwa nicht?

Vielleicht hat sie auch nie so viel für ihn empfunden wie er für sie.

Aber selbst dann gibt es ein „richtig“ und ein „falsch“.

Man hat immer die Wahl zwischen richtig und falsch!

Entscheide dich für eine Seite und akzeptiere die Konsequenzen!

Den Freund monatelang verarschen und verletzen, indem man mit allem poppt, was sich gerade bietet, ist definitiv falsch. Und dann muss sie sich auch nicht wundern, wenn man sie für eine dreckige Schlampe hält.

Ob sie ihn überhaupt jemals wertgeschätzt hat…?

 

~edm~

11.2.13 01:21


Neandertaler mit Smartphone...

Es gibt so vieles, was ich offensichtlich nicht verstehe. Das habe ich gerade in den letzten zwei Tagen wieder gemerkt. Manche Dinge erschließen sich mir einfach nicht. Vor allem, wenn es dabei um Männer geht. Und ich frage mich, ob es hier wohl jemanden gibt, der mir die Welt vielleicht erklären kann.

Zum Beispiel, wieso man ein blaues Handtuch in die weiße Kochwäsche werfen kann, ohne das man hinterher babyblaue Schlüpfer hat.

Und wieso es grundsätzlich nie die richtige Hautpflege-Serie als Reisegröße gibt.

Zu klären wäre übrigens auch, weshalb eine Rothaarige zum lila-petrol-dunkelblau-gelb-farbenen Oberteil – das an sich schon farbig genug wäre – auch noch einen schreiend neonpinken Loop-Schal trägt. Ein Eyecatcher war´s weniger. Eher ein Brechmittel.

Oder wieso sich ein halbwegs ansehnlicher Kerl von zwei Damen offenbar dazu genötigt fühlt, aus heiterem Himmel und ungefragt von seinem umwerfenden Sexleben zu erzähen.

Ernsthaft!

Da setzt man sich aus Ermangelung eines lauschigen Eckplatzes zum gemütlichen Weiberplausch auf die nächstbesten freien Plätze – in unmittelbarer Nähe zu einem kaffeeschlürfenden Zeitungsleser, den man nach kurzem Blick für sich als datebar ausgeschlossen hat – und beginnt genüsslich, seinen extra schokolastigen Mördermuffin zu mümmeln, ohne etwas böses zu ahnen. Man lästert gerade losgelöst von allem Alltagsstress über die in der Passage vorbeihuschenden Gestalten, die den Lagen-Look völlig neu aber am Thema komplett vorbei interpretiert haben, da bemerkt man links neben sich nervöses auf dem Stuhl Herumgerutsche und deutlich vernehmbares Zeitungsumgeblättere. Der Zeitungsleser, der mit seinem Style wohl so etwas wie die Mischung aus Intellektuellem, Künstler und Dressman vereinen oder den Eindruck erwecken wollte, das man ihn im Fratzenbuch aufgrund seiner allgemeinen Fabelhaftigkeit unbedingt adden sollte, schielt immer wieder zu meiner kleinen Schwester und mir. Unsicherheit? Unbehagen? Ist er genervt von unserem Gekichere? Oder angepisst, weil ihn bisher keine von uns vor Geilheit triefend abgeleckt hat?

Wir ignorieren ihn weiter und blenden den zunehmenden Geräuschpegel, den er da produziert, gekonnt aus.

Mittlerweile kramt er sein blödes Smartphone raus und versucht damit auf sich aufmerksam zu machen. Ihr wisst schon… das erste und laut Hersteller und Fangemeinde aller fabelhaftigste Smartphone unter all den fabelhaften Smartphones dieser Welt. So ein auf Hochglanz poliertes Teil mit einem angeknabberten Stück Obst darauf. Wuhu! Also, wenn ich den Typ bis eben nicht so geil fand, so finde ich ihn auf jeden Fall MIT seinem Smartphone total klasse! Aber wehe, er legt es gleich wieder aus der Hand… Boah, echt jetzt! Als ob irgendeine Frau, die über genug Charakter und kognitive Fähigkeiten verfügt, sich von einem blöden Smartphone blenden oder gar beeindrucken lässt! Blöder Smartphone-Poser.

Also, schön weiter ausblenden und ignorieren.

„Ey, mit der Alten gestern wäre ich fast in der Kiste gelandet!“

Irritiert schielen wir jetzt in Richtung des Smartphone-Posers. Hat der das gerade tatsächlich gesagt?! Und mit wem redet der eigentlich?! Er hat zwar sein Smartphone in Höhe der Lauschlappen ans Gesicht gedrückt aber weder meine Schwester noch ich haben einen Klingelton oder die Vibration seines Geräts gehört. Da stellt sich doch die Frage, wer da überhaupt angerufen hat… Oder vielmehr, OB jemand angerufen hat.

Wir bemühen uns zwar angestrengt, seinen nun folgenden Ausführungen über den Ausgang des gestrigen Abends nicht zuzuhören, was sich allerdings als etwas schwierig darstellt. Schließlich quakt er so penetrant und laut genug in sein Telekommunikationsgerät, so das einfaches Überhören nahezu unmöglich ist. Auf diese Weise erfahren wir also, das er grundsätzlich schon spitz genug gewesen wäre, die olle Schabracke allerdings nicht seinen hohen Ansprüchen genügt, er sie eigentlich auch ziemlich peinlich fand und besseres gewohnt ist. Was soll uns das denn jetzt sagen? Das er ein ganz, ganz toller Hecht ist, der den Matratzensport quasi perfektioniert hat und man eindeutig was verpasst, wenn man sich ihm nicht an den Hals wirft? Oder das die abfällige Art, wie er über das arme Mädchen spricht, unangenehme Schlüsse auf seinen Charakter zulässt?

Das Schauspiel zieht sich einige Minuten hin, in denen er immer wieder sein Stehvermögen und all die vielen Vorzüge erwähnt. Vermutlich wollte er sich mit diesem eindeutigen Fake-Anruf  so richtig schön ins rechte Licht rücken, damit wir ihn ein bißchen begehrenserter finden. Eine derart dummdreiste Werbung in eigener Sache ist mir ja noch nie untergekommen! Statt der vermutlich erhofften notgeilen Blicke unsererseits erhielt er jedoch nur haltloses Gekicher. Wir gaben uns gar nicht mehr die Mühe, ihn zu ignorieren oder unsere Belustigung zu verbergen. Und ratz-fatz war das „Telefonat“ beendet!

Während unser Gelächter langsam versiegte, fragte ich mich, was um Himmels Willen den eigentlich bedauernswerten Kerl wohl dazu brachte, sich zu so einer Aktion hinreißen zu lassen. Warum hat es ein erwachsener Mann nötig, sich so offensichtlich zum Affen zu machen? Bis er dann schließlich aufstand und seine zwergenhafte Erscheinung samt der Speckröllchen aus dem Cafe bewehgte…

Ich komme nicht umhin, insgeheim weiter darüber zu feixen. Dazu war die Situation einfach zu dämlich! Aber, ich frage mich, ob Männer im tiefsten Innern nicht auch fürchterlich unsicher und unzufrieden mit sich sind…

 

~edm~

10.2.13 22:20


Ohne Worte?

Es scheint mittlerweile eine weit verbreitete  und akzeptierte Methode zu sein, nur noch in halben Sätzen oder gar lediglich einzelnen  Worten zu kommunizieren. Etwas, was mich als einsamen Held des Alltags, im Kampf gegen sinnlose Satz-Verkrüppelung, nicht nur säuerlich drein blicken lässt sondern auch teilweise ziemlich verwirrt.

Da bestellt man sich gut gelaunt einen Kaffee und schaut irritiert aus der Wäsche, wenn die Antwort auf ein höflich vorgetragenes „Guten Tag, einen Cafe Latte Venti bitte!“ schließlich nur noch kurz und knapp „Zum hier?“ lautet. Mal abgesehen von dem wenig freundlichen, leicht pampig und genervt wirkenden Unterton, so hätte man aber doch schon einen ordentlichen, ganzen Satz erwarten dürfen. So mit Subjekt, Objekt und Prädikat. Nein? Schade eigentlich. Zwar „kam“ an der Kasse nicht plötzlich irgendetwas aber einen derart verunstalteten Satz finde ich persönlich nicht nur dämlich sondern auch noch unhöflich.

Zeitdruck? Mangelnde Wertschätzung? Fehlende Intelligenz? Oder einfach nur Faulheit?

Das ließ sich in dieser Situation leider nicht hinreichend erörtern und so verließ ich den Laden mit einem Cafe Latte Venti nebst gehöriger Portion Verwirrung.

Satz-Verkrüppelung zieht sich allerdings durch alle Bereiche des alltäglichen Lebens.

Kurze Zeit später musste ich feststellen, das dies sogar noch zu toppen ist.

In einem dieser fürchterlich jungen, hippen und günstigen Klamotten-Massen-Umschlagsplätzen (will heißen: riesige Boutique mit riesiger Auswahl und kleinen Preisen… beglückte mich die junge, hippe und „günstige“ *hust* Verkäuferin lediglich mit einem an Rinderwahnsinn grenzendem Lächeln – ohne auch nur ein Wort zu sagen.  Ich erwarte keinen wortgewandten Verbal-Virtuosen in einem Laden für billige Stoff-Fetzen, in dem die instabile Papiertüte oft teurer ist als die Sachen, die man kauft aber ein „hallo“ oder  „tschüs“ hätten ja jetzt auch keinen umgebracht…

Mag sein, das die Verkäuferin tatsächlich etwas in der Art gesagt hat, was in der hektischen und lauten Atmosphäre des Ladens untergegangen oder mir im Rahmen der akuten Reizüberflutung, die mich jedesmal im Moment des Betretens ereilt, schlichtweg entfallen ist – allerdings hätte sie sich dann der Technik der Telepathie bedienen müssen, Lippenbewegungen konnte ich definitiv nicht wahrnehmen. Vielleicht ein mords Bauchredner-Talent?!

Offensichtlich kommen alle Menschen, die ein paar Jahre jünger sind als ich, glänzend ohne große Worte zurecht, scheinen nichts zu vermissen und setzen auch keine großen Erwartungen in ihren Gesprächspartner. Liegt vielleicht an mir. Weil ich in meinem Alltag auf eine ordentliche Ausdrucksweise angewiesen bin. Vielleicht ist das auch einfach gerade fürchterlich hipp?

In einer dieser Szene-Kneipen im angesagtesten Viertel der Stadt gehört das anscheinend zum guten Ton. Gut, entschuldigend muss man dazu sagen, das es da meist sehr laut und stressig zu geht und ordentliche Satzbildung nicht unbedingt das erste ist, was man da erwartet. Die Leute kommen rein, wollen Alkohol und das möglichst flott und in Mengen und ansonsten ihre Ruhe. Da wird weniger Wert auf vorzügliche Konversation gelegt als auf raffinierte Cocktails mit komischen Namen. Und trotzdem irritiert es mich, wenn ich an der Bar mit einem lautstarken „Wat?!“ begrüßt werde. Oder mir eine gestresste Kellnerin zu vorgerückter Stunde unvermittelt ein „Trinken?!“ ins Ohr brüllt. Ob sie nun das leere Glas wahrgenommen hat und nur zuvorkommend ihre Arbeit machen wollte oder ob sie mein zu diesem Zeitpunkt betröppeltes Gesicht dazu annimiert hat, mir weitere alkoholische Getränke anzubieten, konnte ich nicht zufriedenstellend analysieren. Was wollte sie mir denn damit sagen?  „Saufen hilft!“ ?! In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob dieses einzelne, in die Gegend geplärrte Wort nun als Frage, ob ich noch etwas trinken möchte interpretiert werden soll oder als lautstarke Aufforderung zum trinken…

Ob es nun an der schnelllebigen Zeit liegt, die einen dazu zwingt, ohne Umschweife diret zum Punkt zu kommen oder an mangelndem Können, sich ordentlich auszudrücken, diese Kommunikationstechnik lässt ziemlich viel Raum für wilde Interpretationen. Kann man denn so einfach erwarten, das der Gegenüber schon wissen wird, was gemeint ist, wenn man den Großteil des Satzes einfach weglässt? Wenn mich so geringfügige Dinge schon verwirren, was bedeutet das dann für kompliziertere Sachverhalte? Die Gefahr für Mißverständnisse scheint mir da sehr groß zu sein und das Leben ist verdammt noch mal schon kompliziert genug! Wer hat denn da noch den Nerv, sämtliche Aussagen seiner Mitmenschen zu dechiffrieren?!

Und gerade, wenn man sich damit abgefunden hat, das man mit seinen wortlastigen, verschnörkelten und verbal ausgeschmückten Sätzen wahrscheinlich einfach „old school“ ist…

… reicht einem eine 22jährige zum Abschied die Hand mit den Worten: „Hat mich sehr gefreut.“

????????

Arroganz? Gut erzogen? Fan von altbackenen aber edel wirkenden Phrasen? Ernst gemeinte Wertschätzung oder doch nur eine leere, gedankenlos daher gesagte Floskel ohne weitere Bedeutung?

Vielleicht ist die Dechiffrierung ganzer, ordentlich gebildeter Sätze doch schwieriger und komplizierter als die Analyse einzelner Worte…

 

~edm~

10.2.13 15:30


Ähm...?!

Die Frage, ob Frauen und Männer überhaupt vom selben Planeten kommen, beschäftigt die Menschheit ja schon seit längerem. Es gibt sogar Bücher zu diesem Thema. Ob diese elementare Frage jemals hinreichend geklärt werden konnte, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

Bisher war ich aber der Meinung, das ich nach gefühlten 180 Jahren Dates zumindest halbwegs weiß, wie Männer ticken. Mal abgesehen von den geheimnisvollen Dingen, die ich einfach nicht verstehe. Und jetzt verwirrt mich die Erlebenswelt eines männlichen Bloggers.

 

Auf sein Alter angesprochen reagierte er komplett anders als es jede mir bekannte Frau tun würde.

Welche Frau gibt ab einer gewissen Zahlenkombination schon gerne zu, wie alt sie tatsächlich ist? Wahrscheinlich aus Furcht davor, nicht mehr attraktiv genug zu sein - als ob das Alter etwas daran ändert! Oder weil sie sich vor dem fürchtet, was sie bis dahin erreicht haben sollte und nicht vorweisen kann - wie zum Beispiel heiraten, Kinder kriegen oder die erste eigene Einbauküche mit Induktionsherd.Meistens wird die Frage ignoriert, charmant darüber hinweggelächelt oder gar hemmungslos gelogen.

Männer haben damit offensichtlich weniger Probleme oder gehen einfach anders damit um. Zumindest gab der besagte Blogger bereitwillig und schonungslos Auskunft darüber. Es kam mir auch nicht so vor, als wäre es ihm unangenehm. Kann mich aber auch täuschen.

Mit den - sicherlich nicht böse gemeinten - Reaktionen seiner Kolleginnen hatte er da weit mehr Probleme, wie mir scheint.

Wie Frauen es gewohnt sind, brachten sie deutlich zum Ausdruck, das er weitaus jünger und fitter und unverbrauchter aussieht als es seinem Alter entsprechend wäre. Lautstark und mit viel Gewese beteuerten alle drei, das er kaum älter als Mitte zwanzig sein könne, so gut wie er aussehe. Jedenfalls keinesfalls wie Mitte dreißig! Die Damen belobhudelten ihn ausgiebig und erreichten damit leider genau das Gegenteil von dem, was sie sich wohl erhofft hatten. Er fühlte sich gekränkt, verkackeiert und nicht ernst genommen, beschrieb das Gefühl gar als Tritt in die Kronjuwelen. Ist das für einen Mann Ehrabschneidung? Fühlen Männer sich weniger geschmeichelt als vielmehr erniedrigt wenn man sie jünger schätzt, als sie es in der Tat sind? Aus Sicht einer Frau gänzlich unverständlich.

Ich meine, bei Frauen ist das ja quasi ein ungeschriebenes Gesetz. Man achtet im alltäglichen Umgang peinlichst genau darauf ja keine andere Frau zu kränken, indem man sie älter schätzt als sie ist oder gar versehentlich das wahre Alter zu erraten. Statt dessen zieht man je nach Zustand des Gegenübers großzügig fünf bis zehn Jahre ab und gönnt es ihr, sich geschmeichelt und gut erhalten zu fühlen. Wahrscheinlich weil Frauen nahezu dazu gezwungen sind, ewig schön und jung zu bleiben. Sie maltretieren sich mit Diäten, Sport, chirurgischen Eingriffen und unbequemen Miederhosen, nur um diesem Bild so lange es irgend geht zu entsprechen. Für eine Frau gibt es demnach fast nichts schlimmeres, als altersmäßig falsch geschätzt zu werden und dabei ziehen alle Frauen konsequent an einem Strang.

"Ich verrate nicht, das ich weiß, wie alt du tatsächlich bist, wenn du mir nicht sagst, wie alt ich aussehe."

Überhaupt reagieren wir Frauen auch ganz anders auf ein netterweise falsch geschätztes Alter. Wir kokettieren, tun überrascht und erzählen etwas von der guten Tagescreme, der wir diesen Erfolg zu verdanken haben. Je jünger, desto besser.

 

Eine Frau ist zutiefst gekränkt, wenn man sie NICHT jünger schätzt als sie ist. Ein Mann empfindet das selbe Gefühl offensichtlich genau dann.

Wahrscheinlich sind sich Männer und Frauen doch ähnlicher als man denkt. Und trotzdem komplett verschieden...

 

~edm~

 

8.2.13 00:14


Kampfansage

Hach ja, hat natürlich keiner ein Kommentar für mich übrig.

Schade eigentlich.

Kann mich allerdings grade nicht mit Belanglosigkeiten dieser Art beschäftigen, kämpfe momentan eine langsam aufwallende Panikattacke nieder. Also... versuche es zumindest.

Morgen steht 24h Mädels-Wahnsinn an. So mit Shopping, Kaffee, Dinner und Nightlife, welches nach gepflegtem Couch-Camping im (Kater-?)Frühstück enden soll.

So weit, so gut.

Allerdings geht die Single-Frau von Welt ja nicht einfach so, ganz ohne Hintergedanken, in die Stadt. Vor allem nicht abends. Theoretisch könnte man jederzeit und überall dem Traummann übern Weg laufen. Ist mir persönlich ja so in dieser Form noch nie passiert und ich halte das eigentlich auch für einen Mythos, der in Hollywood vielleicht funktioniert, hier im realen Leben hat sich meines Wissens nach allerdings noch niemand an der Supermarktkasse, zwischen Nudeln, fettarmer Butter und Damenhygieneartikel, verliebt. Oder ich geh einfach in die falschen Supermärkte, kann ja auch sein.

Wie dem auch sei, wenn auch nicht die große Liebe hinter der nächsten Ecke steht, so trifft man doch zumindest auf potentielle Dating-Opfer. Und das reicht, um in mir Panik hochkochen zu lassen.

(Vor allem besteht die Gefahr, jemandem "bestimmten" über den Weg zu laufen - und das allein stresst mich immens. O.o)

Ich fühl mich momentan ziemlich unwohl mit mir, warum auch immer, so Tage hat Frau halt. Am liebsten würde ich mich morgen einfach irgendwo einigeln. Es graust mir davor, mich mies zu fühlen und deswegen jeden Blick, jede Reaktion, jede Äußerung auf die Goldwaage legen zu müssen weil ich unsicher und verletzlich bin und dabei allen anderen die Stimmung zu versauen. Einfach daheim bleiben, mit einem großen Stück Endorphine in Dosen (sprich: Sahntorte oder sonst was mit 5000 Points...) - da wäre es mir eher danach als den Lilalaunebär zu mimen. Kann ich aber nicht machen, das Ganze war ja schließlich meine beschissene Idee! Blöd aber auch. Hmpf.

Nützt alles nichts, ich werd dann wohl die Hauptrolle in dem Stück "selbstsicher und gut gelaunt" geben. Und versuchen, das beste daraus zu machen. Auf den letzten Drücker absagen und andere dabei enttäuschen ist nämlich nicht so meine Art...

Mir bleibt dann wohl nichts anderes übrig, als mich in Klamotten zu werfen, die einen möglichst vorteilhaft verpacken, ordentlich Make-up auflegen und hoffen, das die Frisur halbwegs perfekt sitzt.

Und dann mach ich einen auf Grinsekatze.

 

Muss Frau eigentlich immer perfekt sein? Darf man nicht auch mal schlecht frisiert, mies gelaunt und verletzlich sein?

Klar. Darf man.

Aber leider sieht es so aus, das man ausgerechnet DANN den falschen (oder vielmehr richtigen...) Leuten über den Weg läuft. Was an sich ja schon wieder eine Sauerei ist! Können die einem nicht mal über die Füße latschen, wenn man perfekt gestylt und in der aller besten Verfassung ist?! Wenn man sich grade ein paar Kilo abgehungert und einen neuen BH zugelegt hat?! (Dämlich.) Wenn man sich verdammt gut in seiner Haut fühlt und nichts einen erschüttern kann?!

Nein, DANN lässt sich natürlich keiner von den Tröten blicken!

Oder, noch besser, man wird ignoriert.

Arsch!

 

Eigentlich, wenn ich so drüber nachdenke, dann werde ich grade verdammt sauer! Sauer auf Kerle, die einen dämlich begaffen und nix sagen, die einen erst ignorieren und dann heimlich doch gucken, wenn es keiner sieht, die einem innerhalb weniger Sekunden das Selbstbewusstsein auslöschen und jedes noch so gute Körpergefühl im Keim ersticken. Und sauer auf mich selbst, weil ich es zulasse, das ein verklemmter Kerl mich so verunsichert, das ich allen ernstes in Erwägung ziehe, morgen mit dem Hintern daheim zu bleiben, aus lauter Furcht ihm da über den Weg zu laufen.

Grade dann, wenn man sich unwohl in seiner Haut fühlt, sollte man den Hintern zusammenkneifen, sich in den aufregensten Fummel werfen, den man hat und raus, unter Leute!

Und kein Typ der Welt ist es wert, das man sich wertlos fühlt!

 

In diesem Sinne:

Aufstehen, Arschbacken zusammenkneifen, Lidstrich nachziehen, Krönchen zurecht rücken und sich entgegen aller Widrigkeiten umwerfend finden!!!

Den Pickel, der sich grade bemerkbar macht, ignorier ich einfach.

So.

 

~edm~

7.2.13 22:44


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