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Ist das Leben ein Arschloch?

Immer, wenn man denkt, das es komplizierter eigentlich gar nicht werden kann, kommt es irgendwie noch dicker.

Da wäre zum Beispiel ein Geheimnis, das man um jeden Preis bewaren muss, auch wenn man daran zerbricht.

Oder die Tatsache, das man erkennt, das die letzte miese Beziehung und ihr unrühmliches Ende mehr kaputt gemacht hat, als man dachte. Das man immer noch etwas für den Idioten fühlt, ihn nicht vergessen kann und zwischen Sehnsucht und brennendem Hass hin und her gerissen ist. Das all die Gefühle, die, einmal an der Oberfläche angelangt, fürchterliche Schmerzen verursachen können, nur verdrängt aber nie richtig verarbeitet wurden und jetzt mit aller Wucht zurückprallen.

Aber auch der Umstand, das man einsehen muss, dass man eine vermutlich einmalige Chance verpatzt hat, sich nicht ins rechte Licht rücken konnte und den Mut, den man dazu aufbringen musste, nichts weiter als vergebene Liebesmüh war. Das man mit seinen wirren Gefühlen alleine zurecht kommen muss und nichts davon erreicht hat, was man sich erhofft hat.

Ganz abgesehen von der Unsicherheit, die einen lähmt. Die Furcht davor, zu versagen, den Anforderungen nicht gewachsen zu sei, die einen nur noch mehr verunsichert. Die Angst vor den eigenen Leichen im Keller, die einen immer wieder einholt und einem sämtliche Hoffnung und Kraft zu leben rauben kann. All die Enttäuschungen und Verletzungen, die einen eigentlich stärker machen sollten aber letzten Endes nur eine geschundene Seele zurücklassen. Die es einem schwer machen, anderen Menschen oder auch nur sich selbst zu vertrauen. Dieses ganze "sich nicht schön fühlen", was es nahezu unmöglich macht, sich aufzuraffen und so zu tun, als wäre man selbstbewusst.

Und eigentlich hat man schon genug damit zu tun, sich mit all diesen kleinen und größeren Widrigkeiten herumschlagen zu müssen. Geheimnisse zu bewahren, Gefühle auszuhalten und sich selbst gut zuzureden, auch wenn niemand, am wenigsten man selbst, an einen glaubt.

Und dann passiert etwas, was einem gänzlich den Boden unter den Füssen wegzieht.

Etwas, das so schlimm und beängstigend ist, das man nicht darüber reden kann weil man sich davor fürchtet, das aussprechen zu müssen, was einem Angst macht. Weil es dann real wird und man sich damit auseinander setzen muss. Weil es furchterregend ist und ein noch größeres Gefühlschaos hinterlässt als man ohnehin schon hauseigen fabriziert hat.

Es ist verdammt schwierig, jeden beschissenen Tag stark zu sein.

Es ist schwer genug, für sich selbst stark sein zu müssen. Und noch viel schwerer ist es, für andere stark zu sein...

 

~edm~

12.2.13 16:12
 


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