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Ganz schön doof.

Ja, hallo, mich gibt´s tatsächlich auch noch.  *wink*

Nachdem mich ein fieser Virus einige Tage außer Gefecht gesetzt hat und ich nichts Besseres tun konnte als auf Gemüsemodus geschaltet auf dem Sofa herumzuliegen und das reichhaltige Fernsehprogramm, das einem tagsüber so geboten wird, zu konsumieren, stellte sich mir nach einigen Stunden Assi-TV schließlich folgende Frage:

Was ist mit uns Frauen eigentlich los?

Offensichtlich muss Frau sich bei Zeiten entscheiden, ob sie all die ihr verfügbaren Energien in das Modellieren ihres Aussehens steckt oder vielleicht doch lieber ein bisschen Zeit in ihre Bildung investiert. Beides zusammen scheint nicht miteinander vereinbar zu sein und allem Anschein nach liegt das erklärte Lebensziel so mancher Dame ausschließlich im Bereich größtmöglicher Schönheit – auch wenn dabei nichts weiter übrig bleibt als ein Kopf, der lediglich zum Frisieren taugt.

Die Ergebnisse dieses jahrelangen Strebens nach Perfektion flimmern dann täglich über den Bildschirm. Als wäre es für die normale, handelsübliche Frau mit all ihren realen und eingebildeten Problemzönchen nicht schon schwierig genug, dem üblichen Idealbild hinterherzuhetzen.  Da liegt man also mit einer Tasse Tee und Keksen röchelnd auf dem Sofa, stirbt so vor sich hin und es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als den dämlichen und selbstverliebten Statements diverser Misswahl-Schönheiten, It-Girls und Z-Promis zu lauschen. Natürlich könnte man auch einfach umschalten aber zu meinem Verdruss stöckeln sich diese geistig umnachteten Schnepfen durch sämtliche Sender. Und so bleibt einem letztlich nur die Wahl zwischen strunzdoof und narzisstisch.

Will heißen: auf dem einen Sender grinste die Miss Hintertupfingen in die Kamera, glänzte mit ihrem grammatikalischen Scharfsinn und antwortete auf die Frage des Moderators, ob sie denn auch eine Problemzone habe „Nein, ich mag eigentlich alles an mich. Ich finde mir sehr schön!“, während bei der Konkurrenz eine junge Dame, von Beruf Partygast *augenroll*, verlauten ließ, dass sie so perfekt gebaut sei, dass sie einfach immer und überall in Größe 34 passt. Klar. Wer´s glaubt...

Also, zu dieser Intelligenzbestie aus dem ersten Beitrag möchte ich eigentlich nichts sagen. Nicht, dass mir da nicht die eine oder andere zotige Bemerkung dazu einfallen würde, nein, das Mädel tut mir einfach nur leid. Entweder hat sie die ohnehin schon kümmerlichen Hirnzellen durch Dauerdiäten knallhart ausgehungert oder ihr blieb aufgrund der offensichtlich eher dürftigen kognitiven Fähigkeiten beruflich schlichtweg nichts anderes übrig. Irgendwie traurig.

Allerdings komme ich nicht umhin, mich zu dieser an Selbstüberschätzung leidender Modepüppi zu äußern. Erstens sollte jemand, der ´ne Fresse wie ne Mondlandschaft hat das Maul nicht soweit aufreißen. Zweitens ist es keine Schande, wenn es für die 34 nicht reicht – es zu behaupten, obwohl jeder sieht, dass da wohl eher von Größe 38 die Rede ist, ist schlichtweg peinlich. Und drittens muss man sich Arroganz und Überheblichkeit auch leisten können und meiner Meinung nach ist es keine besondere Leistung, ein Designertäschchen durch die Gegend schwenken zu können.

Ich will damit nicht sagen, dass alle gut aussehenden Frauen für´n Arsch sind, nur weil ich nicht ganz so perfekt bin wie die. Nein, darum geht es nicht. Aus mir spricht weder die Frustration noch die Eifersucht. Ich denke nur ganz einfach, dass es wichtiger wäre, sich über seine Bildung Gedanken zu machen, als darüber, ob der Hintern zu fett ist. Vor allen Dingen, wenn man auf die eine oder andere Art in der Öffentlichkeit steht. Und wenn man das Ganze mal etwas kritischer betrachtet…  Schönheit allein ist doch keine Leistung. Ja, natürlich, nicht jeder ist von Natur aus perfekt schön, da kann es ganz schön heftig in Arbeit ausarten, den Körper zu formen . Jeder, der schon mal erfolgreich ein paar Pfund abgenommen hat, dürfte wissen, was ich meine. Rechtfertigt das allein aber so eine Belobhudelung? Man kann darauf neidisch sein, ja. Oder die Person von mir aus auch bewundern. Aber auf die Figur zu achten, sich fit zu halten, zu stylen, zu schminken, aufzutuffeln und schließlich medienwirksam zu posen ist doch an und für sich nichts, wofür man applaudieren müsste. Mir hat jedenfalls noch keiner applaudiert, nur weil ich mir morgens die Haare gewaschen habe…

Überhaupt… Was ist da wohl die größere Leistung? Gut auszusehen, wenn man täglich 12h Schönheitsschlaf halten kann, einen Personal Trainer sowie  einen Stylisten hat und sich den ganzen lieben langen Tag um nichts anderes kümmern muss als um sein Aussehen? Oder vielleicht doch eher die Tatsache, dass es die Normalo-Frau von nebenan  irgendwie schafft, zwischen Haushalt, Beruf und vollgekackter Windeln trotzdem ansprechend auszusehen – ohne all diese Hilfsmittel?

Und trotzdem lassen wir Frauen uns von so etwas einschüchtern und das übertriebene Bild von dem, was als schön erachtet wird, einimpfen. Schönheit ist doch verdammt noch mal nicht alles.

Ist es in dieser oberflächlichen Welt tatsächlich so viel wichtiger, was man auf dem Kopf trägt als dass, was drin ist?!

 

~edm~

3.3.13 02:37
 


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